{"id":1743,"date":"2020-09-25T10:44:10","date_gmt":"2020-09-25T08:44:10","guid":{"rendered":"https:\/\/versabox.eu\/sicherheitsnormen-im-zusammenhang-mit-der-robotisierung-unter-verwendung-von-maschinen-der-amr-klasse\/"},"modified":"2024-09-04T19:38:00","modified_gmt":"2024-09-04T17:38:00","slug":"sicherheitsnormen-im-zusammenhang-mit-der-robotisierung-unter-verwendung-von-maschinen-der-amr-klasse","status":"publish","type":"blog","link":"https:\/\/versabox.eu\/de\/blog\/sicherheitsnormen-im-zusammenhang-mit-der-robotisierung-unter-verwendung-von-maschinen-der-amr-klasse\/","title":{"rendered":"Sicherheitsnormen im Zusammenhang mit der Robotisierung unter Verwendung von Maschinen der AMR-Klasse"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Der prim\u00e4re und wichtigste Grund f\u00fcr die Bedrohung durch AMR-Roboter ist ihr gr\u00f6\u00dfter Vorteil \u2013 ihre Mobilit\u00e4t. Wenn man ihnen zusieht, wie sie mit geringer Geschwindigkeit durch ein Lager oder eine Produktionshalle gleiten, denkt man an flei\u00dfige, aber langsame Schildkr\u00f6ten. Das stimmt nicht. AMR-Maschinen k\u00f6nnten leicht zehnmal schneller sein. Warum sind sie es dann nicht? Denn eine niedrige Geschwindigkeit ist eine Grundvoraussetzung f\u00fcr die Sicherheit von Menschen und anderen Maschinen, die in ihrer N\u00e4he arbeiten.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben uns an den Anblick von Robotern gew\u00f6hnt, die schnell aufeinanderfolgende, komplexe Bewegungssequenzen ausf\u00fchren. Kraftvolle Arme applizieren, montieren und bearbeiten mit der Genauigkeit von Mikrometern. Wir k\u00f6nnen sie aus sicherer Entfernung bewundern, hinter Panzerglas oder durch das Stahlgitter eines Sicherheitsk\u00e4figs. Sobald der K\u00e4fig ge\u00f6ffnet wird, stoppt die Bewegung sofort. Dies ist aus Sicherheitsgr\u00fcnden selbstverst\u00e4ndlich. Bei AMR-Robotern wird der sichere Betrieb durch die Verringerung der Geschwindigkeit und die M\u00f6glichkeit des sofortigen Anhaltens gew\u00e4hrleistet. H\u00e4tten sie diese F\u00e4higkeit nicht, w\u00e4ren sie nie aus ihren K\u00e4figen entlassen worden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Autonomie und Sicherheit \u2013 eine gelungene Verbindung von Feuer und Wasser<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Damit ein Roboter wirklich autonom sein kann, m\u00fcssen wir ihm die Freiheit lassen, Entscheidungen zu treffen. Bei selbstfahrenden Staplern bedeutet dies die Freiheit, selbstst\u00e4ndig zu man\u00f6vrieren und den besten Weg zum Ziel zu w\u00e4hlen. Wir k\u00f6nnen nicht vorhersagen, was die Maschine in der n\u00e4chsten Sekunde oder dem n\u00e4chsten Bruchteil einer Sekunde tun wird. Und wir m\u00fcssen das auch gar nicht wissen. Allerdings unter der Bedingung, der dass Roboter im Moment des Auftauchens eines Menschen oder eines anderen Hindernisses dessen Anwesenheit registriert und seine Bewegung verlangsamt, stoppt oder ein Man\u00f6ver zum Umfahren des Hindernisses beginnt<\/em> \u2013 sagt Piotr Smekta\u0142a, Prozessingenieur bei VersaBox.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein sofortiges Anhalten ist nur bei einer ausreichend niedrigen Geschwindigkeit m\u00f6glich. Jede Verlangsamung und jeder Stillstand verlangsamen jedoch das gesamte System und verringern die Produktivit\u00e4t. Die Optimierung der Effizienz von AMR-Robotern basiert daher auf dem Erreichen der maximalen sicheren Bewegungsgeschwindigkeit.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Allgemeine Sicherheitsnormen<\/h2>\n\n\n\n<p>Die notwendigen Sicherungen, die Roboter der Klasse AMR kennzeichnen m\u00fcssen, sind am vollst\u00e4ndigsten in den harmonisierten Normen PN-EN 1525 und ISO 3691-4 beschrieben. Dieser Regelungen betreffen haupts\u00e4chlich die Bewegungsgeschwindigkeit des AMR-Roboters und die erforderlichen Sicherheitssysteme, \u00fcber die er verf\u00fcgen muss. <strong>Die konkreten Anforderungen beziehen sich auf zwei Bereiche<\/strong>, in denen der Roboter arbeiten kann:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>geschlossene Zone<\/strong> \u2013 muss entlang der gesamten Strecke des Wagens eingez\u00e4unt sein und ein bewegliches Element (T\u00fcr, Vorhang, Tor) aufweisen, das den Zugang erm\u00f6glicht \u2013 Roboter in einer geschlossenen Zone k\u00f6nnen sich mit maximaler Geschwindigkeit bewegen, sie m\u00fcssen kein Personenerkennungssystem besitzen;<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Gemeinschaftszone<\/strong> \u2013 Roboter m\u00fcssen \u00fcber pr\u00e4zise Systeme zur Personenerkennung verf\u00fcgen, die u. a. in der Lage sind, K\u00f6rperteile zu erkennen, die sich in geringem Abstand zum Boden befinden (Schutz vor dem \u00dcberfahren von F\u00fc\u00dfen); innerhalb der gesamten Gemeinschaftszone werden oft besonders gef\u00e4hrliche Zonen unterschieden, an deren Grenze der Roboter automatisch die Bewegungsgeschwindigkeit reduziert.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die Normen legen zudem fest, dass der Mindestabstand zu festen Objekten in der Halle 0,5 m&nbsp;betragen muss. Wenn der geforderte Abstand nicht eingehalten werden kann, darf der Wagen an einer solchen Stelle h\u00f6chstens mit einer Geschwindigkeit von 0,3 m\/s fahren. Weitere erw\u00e4hnenswerte Empfehlungen sind:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Wiederaufnahme der Fahrt nach 2&nbsp;s<\/strong> \u2013 nach dem Anhalten aufgrund des Eindringens von Menschen in den Erfassungsbereich kann der Roboter die Bewegung wieder aufnehmen, nachdem er diese Absicht mit einer entsprechenden Warnung signalisiert hat, und zwar 2&nbsp;s&nbsp;nach dem Verlassens des Erfassungsbereichs durch den gegebenen Menschen;<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Detektion oder Mindestgeschwindigkeit<\/strong> \u2013 wenn der AMR nicht in der Lage ist, Menschen in jeder Fahrtrichtung zu erkennen, darf er nicht mit einer Geschwindigkeit von mehr als 0,3 m\/s fahren und muss innerhalb einer Strecke von h\u00f6chstens 600 mm anhalten k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Dies sind nur ausgew\u00e4hlte Beispiele f\u00fcr Sicherheitsvorgaben. <strong>Ihre Einhaltung durch die AMR-Roboter ist notwendig<\/strong>, gew\u00e4hrleistet aber keine optimale Leistung unter den spezifischen industriellen Bedingungen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was beeinflusst die Erh\u00f6hung der sicheren Fahrgeschwindigkeit eines AMR-Roboters?<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/versabox.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/versabot_closeup.jpg\" alt=\"versabot zbli\u017cenie\" class=\"wp-image-2680\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Geschwindigkeit des Wagens entscheidet \u00fcber seine Leistung. Es muss alles getan werden, um diese Geschwindigkeit so weit wie m\u00f6glich zu erh\u00f6hen, ohne in Konflikt mit den Sicherheitsnormen zu geraten. Theoretisch reicht es aus, die Geschwindigkeit des Roboters zu erh\u00f6hen. In der Praxis ist dies ein viel komplexeres Problem. Warum?<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ein autonomer Transportwagen bewegt sich so schnell, wie es die Bedingungen im Lager oder in der Fabrikhalle zulassen. Bei einem schwach strukturierten Raum und einer geringen Arbeitskultur kann es sich herausstellen, dass ein Roboter im herrschenden Chaos Aufgaben langsamer erledigt als ein Gabelstaplerfahrer. Das liegt daran, dass Menschen improvisieren k\u00f6nnen und besser mit unvorhergesehenen Situationen zurechtkommen<\/em> \u2013 sagt Micha\u0142 Wal\u0119cki, Chief of Engineering bei VersaBox.\u2013 <em>Wenn der Roboter jedoch gut programmiert ist und der Raum in der Halle richtig angepasst wurde, k\u00f6nnen AMR-Roboter die Leistung eines F\u00f6rderbands erreichen. Gleichzeitig bieten sie eine Flexibilit\u00e4t und Umr\u00fcstgeschwindigkeit, die von F\u00f6rderern nicht erreicht wird. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Welche Faktoren im Arbeitsumfeld beeinflussen die Effektivit\u00e4t von AMR-Robotern? Die Funktion des Roboters bestimmt gleicherma\u00dfen den Charakter des Raums und das Verhalten der darin arbeitenden Menschen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Arbeitskultur<\/strong> \u2013 wenn in der Halle Unordnung herrscht und kein Wert auf das Aufr\u00e4umen des Raums gelegt wird, blockieren oft liegen gelassene Paletten die G\u00e4nge und Gabelstaplerfahrer erzwingen die Vorfahrt gegen\u00fcber AMR-Robotern;<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Platzmenge<\/strong> \u2013 je mehr Platz, desto schneller kann der Roboter arbeiten \u2013 auf breiten Alleen ist es einfach, getrennte Fahrspuren f\u00fcr Menschen, Wagen und Roboter auszuweisen und dadurch Staus zu reduzieren und die Durchschnittsgeschwindigkeit zu erh\u00f6hen; zudem gibt es Platz zum Wenden und \u00dcberholen sowie f\u00fcr die optimale Platzierung der Batterieladepunkte und Parkzonen;<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Anpassung der Halle<\/strong> \u2013 die besten Bedingungen k\u00f6nnen in einer Halle geschaffen werden, die f\u00fcr den Einsatz einer Flotte von Robotern gebaut ist; die St\u00e4rke und Besonderheit der von VersaBox angebotenen Roboter ist die einfache Anpassung an bestehende R\u00e4ume, bei minimalen Eingriffen in die Architektur der Halle.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><em>Wir k\u00f6nnen uns an alle Anforderungen und jeden Raum anpassen, der die Einfahrt unserer Roboter erm\u00f6glicht<\/em> \u2013 sagt Piotr Smekta\u0142a. \u2013 <em>Der Glaube, dass ein Roboter selbst zurechtkommen muss, ist nicht falsch, denn unsere Roboter kommen selbst zurecht. Der beste Effekt wird jedoch erzielt, wenn zur Arbeit an der Anpassung unseres Systems entsprechende Anpassungen im Hallenbereich kommen<\/em>. <em>Der Roboter muss gelehrt werden, man muss seine Funktion verstehen, um ihn optimal nutzen zu k\u00f6nnen. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Die Anf\u00e4nge k\u00f6nnen schwierig oder auch lustig sein. Die Mitarbeiter machen dann verschiedene \u201eExperimente\u201c \u2013 sie pr\u00fcfen, wie sich der Wagen verh\u00e4lt, wenn sie pl\u00f6tzlich im Weg stehen oder auf ihn klettern, w\u00e4hrend er f\u00e4hrt<\/em> \u2013 sagt Micha\u0142 Wal\u0119cki. &#8211; <em>Sie gew\u00f6hnen sich jedoch schnell an die Anwesenheit der Maschine. Sie erkennen auch schnell, dass sie sich selbst schaden, wenn sie dem Roboter das Leben schwer machen, indem sie zum Beispiel achtlos Paletten in den G\u00e4ngen stehen lassen. Der Roboter ist ein Katalysator f\u00fcr Prozesse, die man als Selbstoptimierung bezeichnen kann.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Anwesenheit eines Roboters erzwingt Verbesserungen in der Ordnung, der Arbeitsorganisation und ver\u00e4ndert die Herangehensweise an die Nutzung des gemeinsamen Raums. Das Ergebnis ist eine h\u00f6here Produktivit\u00e4t und verbesserte Arbeitssicherheit.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1274,"template":"","categories":[28,33],"tags":[],"class_list":["post-1743","blog","type-blog","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-intelligente-intralogistik","category-lager-automation"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/versabox.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/blog\/1743","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/versabox.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/blog"}],"about":[{"href":"https:\/\/versabox.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/blog"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/versabox.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/versabox.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1274"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/versabox.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1743"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/versabox.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1743"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/versabox.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1743"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}